Jeder kleine Schritt, den wir heute tun, kann zu einem echten Wandel führen. Ja, er erfordert Mühe, Zeit und Ausdauer. Aber ist das nicht genau der Weg, auf dem Geschichte geschrieben wird? Ein einziger geretteter Fluss kann eine ganze Bewegung inspirieren. Eine einzige mutige Entscheidung eines Landes, auf Atomwaffen zu verzichten – so wie Belarus es einst tat, als es freiwillig auf sein sowjetisches Nukleararsenal verzichtete – kann zum Wendepunkt werden. Ein einziges gemeinsames Umweltprojekt zwischen zwei Nationen könnte das Eis des Misstrauens brechen und den Weg zu dauerhaftem Frieden ebnen.

Manche mögen sagen: Es gibt zu viele Probleme – wie können wir sie alle lösen? Doch die Geschichte zeigt uns, dass die Menschheit selbst in den dunkelsten Stunden einen Weg nach vorne gefunden hat.

Als in den 1980er Jahren der saure Regen Europas Wälder verwüstete, schlossen sich Nationen zusammen und setzten Maßnahmen um, die die Schwefelemissionen drastisch reduzierten. Als das Ozonloch wuchs, sorgte gemeinsames Handeln mit dem Montreal-Protokoll für den Ausstieg aus ozonschädigenden Substanzen – und unsere Atmosphäre begann sich zu erholen.

Heute stehen wir erneut an einem solchen Wendepunkt, wo Klimakrise und Kriegsgefahr zusammenkommen und unser gemeinsames Handeln verlangen.

Wir haben kein Recht auf Kapitulation

Eines Tages werden uns zukünftige Generationen fragen:
„Was habt ihr getan, als die Welt am Abgrund stand – am Rand eines Krieges, am Rande einer Klimakatastrophe?“

Und wir müssen ehrlich antworten können:
„Wir haben alles getan, was wir konnten. Wir haben gekämpft. Und wir haben gesiegt.“

Ich glaube an die Kraft der Menschen. Ich glaube daran, dass die Stimmen von tausenden jungen Menschen, die für Klimagerechtigkeit demonstrieren, bereits die globale Politik verändert haben. Genauso wie die Stimmen der Friedensbewegung immer wieder das Wettrüsten gestoppt haben.

Die Nukleare-Freeze-Bewegung der 1980er Jahre zwang Regierungen, ihre Atomwaffenarsenale zu begrenzen. Die Fridays-for-Future-Bewegung zwang Staaten, die Dringlichkeit des Klimawandels anzuerkennen. Jetzt ist die Zeit gekommen, diese beiden mächtigen Kräfte zu vereinen.

Die Klimawelle und die Friedenswelle müssen zu einem Tsunami des Wandels werden.

Stellen wir uns die Zukunft von Belarus und der Ostsee in 20 Jahren vor:

Die Neris fließt ungehindert, Familien spazieren an ihren Ufern, Otter schwimmen in ihren Wassern, und ein Schild verkündet: „Geschütztes Naturreservat – Wiederhergestellt durch kollektive Anstrengungen.“

Die Ostsee strahlt in ihrer Reinheit, da ein internationales Team gerade das letzte Fass chemischer Waffen vom Meeresboden entfernt hat.

Das Atomkraftwerk Ostrowez ist keine nukleare Bedrohung mehr, sondern ein Solarpark, der die Region mit sauberer Energie versorgt und nachhaltige Landwirtschaft ermöglicht.

Belarus besitzt keine Raketen, keine Atomwaffen – aber es besitzt Wälder, Naturparks und Ökotourismus.

Besucher aus Nachbarländern überqueren ungehindert die Grenzen, genießen die Natur und haben den Gedanken an Feindschaft längst vergessen.

Utopie? Nein. Dies ist erreichbar – wenn wir jetzt handeln.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt uns: Wandel ist möglich

In Deutschland wurde der ehemalige Eiserne Vorhang in das Europäische Grüne Band verwandelt – einen riesigen ökologischen Korridor, der sich über tausende Kilometer erstreckt.

Wo einst Stacheldraht war, blühen heute Wälder und Wildtiere kehren zurück.

Warum nicht diese Vision auf unsere Region übertragen?
Warum nicht militärische Sperrzonen in Naturlandschaften umwandeln, Atomkraftwerke durch erneuerbare Energien ersetzen und Umweltverschmutzung mit sauberer Luft tauschen?

Frieden und Umwelt sind eins

Lassen Sie mich mit einfachen Worten schließen:

Frieden und die Erde sind untrennbar verbunden.

Wir können nicht das eine schützen, während wir das andere zerstören.

  • Klimakatastrophen schüren Konflikte – so wie Wasserknappheit Streitigkeiten im Nahen Osten verschärft hat oder die Abholzung von Wäldern in Afrika zur Bodendegradation und sozialen Unruhen beitrug.
  • Kriege zerstören die Umwelt – sie verwandeln fruchtbares Land in Ödland, vergiften Flüsse und vernichten ganze Ökosysteme.

Unser Motto muss sein:

„Kein Klima – kein Frieden. Kein Frieden – kein Klima.“

Wir werden für beides kämpfen – und wir werden siegen.

Denn Wahrheit und Leben stehen auf unserer Seite.

Jeder von uns spielt eine entscheidende Rolle

Unterschätzen Sie niemals die Kraft Ihres Handelns.

  • Unterschreiben Sie Petitionen.
  • Beteiligen Sie sich an Demonstrationen.
  • Informieren Sie Ihre Nachbarn und Kollegen.
  • Unterstützen Sie sich gegenseitig.

Unsere Stimmen sind mächtiger als Bomben – denn sie verbreiten Hoffnung, nicht Angst.

Lassen Sie uns diese Inspiration in Taten umsetzen.

  • Für die Neris.
  • Für die Ostsee.
  • Für den Frieden.
  • Für das Klima.

Unsere Kinder sollen auf einer blühenden Erde leben – nicht in Ruinen.

Und sie sollen sich an jene erinnern, die im Jahr 2025 den Mut hatten aufzustehen und zu sagen:

„Lasst es Frieden geben. Lasst unseren Planeten sauber sein.“

Wir können das.
Wir werden das tun – gemeinsam.